Endlich ist es soweit – Besuch in der Gläsernen Manufaktur!

oder: so sauber wird der Wagen nie wieder sein!

Nach einigem Hin und Her mit den wirklich freundlichen und hilfsbereiten VW Mitarbeitern in der Gläsernen Manufaktur in Dresden haben wir es geschafft den Abholtermin von Mitte Oktober auf den 20.09. zu legen – was uns nur ein paar Tage Vorlauf gab um Hotel und Anreise zu klären. Aber am Ende war alles geregelt, Nummernschilder, Papiere und Abholschein lagen bereit, und es ging auf die Reise. Schon die Anreise mit der Bahn war elektrisch und recht ereignislos, die Nacht im Hotel etwas kurz.

Vor der Abholung durch einen VW Mitarbeiter im Hotel haben wir die Zeit für einen schnellen Spaziergang durch die Stadt genutzt, einmal bis zur Elbe, kurz zur Frauenkirche, und wieder zurück. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann in einem durchaus gut ausgestatteten T6 zur Gläsernen Manufaktur.

In der Autostadt Wolfsburg haben wir über die letzten 15 Jahre einige Autos abgeholt, was zu der Entscheidung für Dresden führte. Und wir wurden nicht enttäuscht: ein Auto in Dresden abzuholen ist eine ganz andere Nummer als in Wolfsburg. Man merkt an der gesamten Atmosphäre dass die Gläserne Manufaktur für den Phaeton und dessen (erwartete) Käuferschicht ausgerichtet war. Auch ist es nicht so überlaufen wie Wolfsburg, die Auslieferung ist deutlich persönlicher.

In der Gläsernen Manufaktur wurden wir dann direkt zum Empfang geleitet, und dort wieder sehr freundlich (und mit Namen) begrüßt. Das Tagesprogramm wurde uns erläutert, und der Ablaufplan sowie die diversen Gutscheine für den Shop, Essen und die Werksbesichtigung ausgehändigt. Im Restaurant haben wir dann einen Begrüßungsdrink bekommen, und unser persönlicher Betreuer kam zu uns an den Tisch. Da wir mit dem Drink noch nicht fertig waren gab es erst in aller Ruhe etwas Smalltalk, und dann wurden wir in den Übergaberaum geführt.

Wer die Abholung in Wolfsburg kennt erwartet jetzt eine Halle, in der alle gerade zur Übergabe vorgesehenen Fahrzeuge auf ihre neuen Besitzer warten. Nun, in Dresden ist das etwas anders. In dem Raum warten keine anderen Autos, nicht einmal das eigene ist zu sehen. Man wird von einem Fotografen begrüßt, der „den Moment“ auf Fotos festhält. Das Licht wird abgedunkelt, Musik spielt, eine runde Wand in der Mitte des Raumes beginnt sich zu drehen, und durch kleine Spalte in dieser Wand kann man die ersten Blicke auf das neue Auto erhaschen. Dann geht die Wand auf, und da steht der Wagen dann in voller Pracht: ein Traum in Indiumgrau Metallic. So sauber wird er nie wieder sein!

Der Kundenbetreuer fuhr den Wagen dann ein paar Meter nach vorn, und die eigentliche Übergabe begann. Alle Details zum Fahrzeug wurden erklärt, alle Fragen geduldig beantwortet. Die Ersteinrichtung des Navis wurde durchgeführt, samt Anbindung an CarNet und das eigene Handy. Als wir damit durch waren gab es noch die fehlenden Unterlagen zum Auto, eine „Prepaid“ Charge&Fuel Karte für kostenfreies Laden in den nächsten vier Monaten, und sogar der Fotograf hatte schon die Fotos auf einen USB Stick kopiert.

Es folgte eine kurze Einweisungsfahrt durch Dresden, die uns das energiesparende Fahren nahebringen sollte. Ich war aber sehr damit beschäftigt auf den Verkehr zu achten um das neue Auto nicht direkt auf der ersten Fahrt zu ruinieren, daher hat Dagmar mehr mit dem Betreuer geredet als ich. Bei der Fahrt gab es dann auch die ersten Regentropfen aufs Auto, siehe den Punkt: So sauber wird er nie wieder sein. Nach der Fahrt haben wir vor dem Haupteingang der Manufaktur geparkt, und den Wagen an die dortigen Ladesäulen anzuschließen.

Der nächste Programmpunkt war die Werksführung, die recht beeindruckend war. Die e-Golf Produktion hat definitiv mehr von einer Manufaktur als die Golf Produktion in Wolfsburg. Keine großen Werkshallen die nach Auto aussehen, sondern alles schick und hell erleuchtet, der Boden aus Holz, viel freier Platz. Sehr beeindruckend. Die Führung war sehr spannend, und hat auch über eine Stunde gedauert. Man sieht auch etwas zur Historie der Elektrofahrzeuge bei VW (wie einen von 20 gebauten Golf 1 Elektro), oder einen der letzten in Dresden produzierten Phaetons.

Abschluss des Besuches in der Gläserne Manufaktur war dann das Mittagessen. Auch hier wieder: kein Vergleich zum „Massentourismus“ in Wolfsburg, alles sehr nobel. Wir haben es dann auch trotz Hauptgang, Nachtisch und mehrerer Getränkerunden nicht geschafft den Gutschein zu zweit komplett auszunutzen.

Dresden war auf jeden Fall mal wieder eine Reise wert, die Abholung ein Erlebnis, nur schade das wir nicht mehr Zeit für die Stadt und die Umgebung hatten sondern direkt wieder Richtung Heimat fahren mussten.

Von der Rückfahrt berichte ich dann in einem zweiten Beitrag, sonst sprenge ich hier noch den Rahmen!

2 Gedanken zu „Endlich ist es soweit – Besuch in der Gläsernen Manufaktur!

  1. Martin Werner Antworten

    Hattet ihr das große Paket mit Übernachtung oder habt ihr die Übernachtung selbst organisiert?
    Gruß Martin (mawerix)

    • Daniel Autor des BeitragsAntworten

      Wir hatten das kleine Paket ohne Übernachtung. Der Mehrwert von den größeren Paketen war überschaubar, und lohnte sich für uns nicht. Mit der selbst gebuchten Übernachtung im Pullman Newa Dresden, was nur einen Katzenwurf(*) (ca. 3-400m) vom Hauptbahnhof entfernt lag, waren wir weit günstiger als mit einem über VW gebuchten Hotel…

      (*) Fragen zu Katzenwürfen bitte direkt an die Jungs vom CleanElectric Podcast!

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