Welcome to the world of tomorrow!

oder: schick sieht er aus, so ganz in weiss!

Da steht er nun, wir haben es getan und einen (kleinen) SUV gekauft.

Für diejenigen die mir halbwegs aufmerksam auf Twitter folgen oder das Blog hier lesen wohl eher keine Überraschung. Das Projekt „e-Golf Nachfolger“ hat uns ja zu diversesten Probefahrten geführt, aber weder der e-208, der ID.4, der Enyaq, der Mini, oder das Ioniq Facelift, der Leaf, die neue Zoe konnten uns überzeugen. Am Ende waren drei Autos in der engeren Auswahl: der Kona (64kWh, Trend-Ausstattung mit Navi- und Assistenzpaket), der ID.3 (Tech, 58kWh) und das Tesla Model 3 SR+.

Ja, auch ein Tesla war in der Wahl, wenn wir uns auf die Ausstattungs- und Qualitätslotterie eingelassen hätten. Immerhin gibt es jetzt ein Service-Center was nur noch etwa 100 Kilometer entfernt ist statt über 200.

Für diese drei Fahrzeuge habe ich dann eine Kostenübersicht erstellt, TCO – also mit allem was dazugehört. Leasingrate, Versicherung, Wartungskosten, einzig den Verbrauch habe ich aussen vor gelassen. Und das Ergebnis war interessant: das Model 3 schießt sich durch die Versicherungskosten (horrend!) aus dem Rennen, da kann dann auch der 0 EUR Posten „Wartung“ nichts mehr retten. Zwischen dem Kona und dem ID.3 liegen in meiner Kalkulation schon 106 EUR im Monat, zwischen Kona und Model 3 SR+ 132 EUR. Und dazu gefiel uns der Kona von allen drei Fahrzeugen auch am besten: sehr effizient, ausgereifte Technik, schicker Innenraum. Und ja, im Golf-Format wäre er uns lieber gewesen, oder als Ioniq mit der Kona-Technik, aber nun ja, irgendwas ist ja immer.

Anfang September haben wir den Wagen im Ruhrgebiet abgeholt, und jetzt steht er neben seinem neuen besten Freund auf dem Stellplatz:

Die Heimfahrt war komplett unspektakulär, wir müssen uns nur daran gewöhnen wie riesig der Akku ist. Im Alltag wird es vermutlich Monate geben in denen der Wagen nur einmal geladen wird. Das ist halt der Spagat den der Wagen erfüllt: Alltagswagen für Dagmar, nur kurze Strecken, aber auch dann die Langstrecken im Urlaub. Für mein Pendeln zum Arbeitsplatz und für „Mittelstrecken“ bleibt der e-Golf wohl langfristig bei uns, da ist nichts in Sicht was aktuell einen Umstieg rechtfertigen würde.

Die erste Akkuladung hat übrigens direkt für 525km gereicht, womit wir direkt angegebenen WLTP Wert übertroffen haben.

Den Komfort des großen Akkus haben wir auch schon getestet: ein Tagesausflug in den Landschaftspark Duisburg. 190km pro Strecke, fast komplett Autobahn. Als wir wieder daheim waren steckten immer noch 20% im Akku, das ist nach 4 Jahren und weit über 100.000km in Fahrzeugen der „200km“ Akku-Klasse schon ne Umstellung.

Die erste „Tuning“-Maßnahme ist auch schon erfolgt, wir haben den original Frunk von Hyundai eingebaut, und die Ladekabel dort untergebracht.

Auch die Position der Ladeklappe hat sich als recht angenehm rausgestellt, zumindest solange der Wagen sauber ist. Man kann ja über Seitenlader sagen was man will, aber zumindest muss man nicht in den Insektenfriedhof reingreifen um die Klappe zu öffnen…

Aber fürs einparken vor einer Ladesäule ist das schon eine praktische Sache. Ungeschlagen ist da für mich noch der Leaf, der die Klappe etwas höher und mittig platziert hat, so das keine Probleme mit Kabellängen oder Verschmutzungen auftragen.

Das Fazit nach jetzt etwas über 5 Wochen ist sehr positiv, und die ersten 1.000 Kilometer vergingen wie im Flug!

Jetzt kommt etwas die Leasing-Kilometer-Panik durch, aber das kennen wir ja schon von dem ersten e-Golf. Am Anfang fährt man weit mehr als erwartet, und dann pendelt es sich wieder ein. Gerade im Winter stehen ja weniger Urlaubsfahrten an…

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