Weg isser, der orangene Flitzer!

oder: Alea iacta est!

Da fährt er vom Hof, der Ioniq.

Vor einigen Wochen haben wir uns entschieden den Wagen einfach mal, als Testballon, in den diversen Autobörsen einzustellen. Der wichtigste Grund war die Reichweite, es hat sich gezeigt das es Anfangs spassig ist jeden Tag an der Ladesäule einer Raststätte kurz zwischen zu laden, aber die Zwangspause auf Dauer und gerade im Winter sehr schnell sehr nervig wird. Somit stand fest das wir mittelfristig auf ein Fahrzeug mit mindestens 250-300km Worst-Case Winterreichweite wechseln wollen, und nein, zurück zum Verbrenner ist keine Option.

Wir haben uns also den Markt angeschaut, und gesehen das der Ioniq schon jetzt ein deutliches Nachfrageproblem und auch Preisverfall hat. Da dies vermutlich in den kommenden Monaten nicht besser wird, wenn selbst Kleinwagen wie der Peugeot e208 oder der Opel eCorsa mit 50kWh Batterien kommen, haben wir versucht den Wagen zu verkaufen. Unsere Anzeige hatte (Vorsicht, Eigenlob!) einen guten Text, tolle Fotos, und preislich lagen wir in den Top 3 der sofort verfügbaren Fahrzeuge dieser Ausstattung. Die günstigeren Fahrzeuge hatten die doppelte und dreifache Laufleistung und waren entsprechend auch älter.

In den ersten 14 Tagen kamen 2 Anfragen, aus denen quasi nichts resultierte. Erst als Hyundai das Ioniq Facelift vorgestellt hat, mit zwar größerem Akku aber deutlich schlechterer Ladeleistung, ging die Zahl der Anfragen deutlich nach oben. Es gab mehrere Telefonate, einige Probefahrten, und dann kam eine Anfrage aus dem Rheinland, die nach netten Telefonaten und einem sehr angenehmen Besichtigungs- und Probefahrtstermin dann zum Verkauf des Wagens führte. Die beiden fuhren schon einen i3 (der in der Zeit natürlich bei uns in der Einfahrt laden durfte), waren gut informiert, und sind auch Besucher des Elektromobilisten-Frühstücks beim Bäcker Schüren in Hilden. Wir haben also die Hoffnung unseren doch lieb gewonnen Ioniq nicht aus den Augen zu verlieren!

Unterm Strich war der Ioniq auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Der Wertverlust in den 12 Monaten war geringer als der Wertverlust unseres Audi A3 TDI, den wir für den Ioniq abgegeben haben. Die Diesel sind ungebremst weiter im Preis gefallen, also hat es sich schon aus der Hinsicht gelohnt, ganz zu schweigen von den Einsparungen in den Betriebskosten und dem Vergnügen statt des Diesels ein flottes Elektroauto zu fahren.

Jetzt kommt erstmal eine Übergangslösung, zu der ich dann kommende Woche etwas schreiben werde, und dann mittelfristig vermutlich ein Peugeot e208 oder Volkswagen ID.3 1st max. Für beide Fahrzeuge haben wir eine Reservierung, und warten schon gespannt auf genauere Infos oder gar Probefahrten bevor wir dann ohne großen Druck eine Entscheidung treffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.