Fahrsicherheitstraining mit Elektroauto

oder: solltet ihr auch tun. Ernsthaft.

Gestern haben wir mit unseren beiden Autos an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, genauer gesagt dem Basis-Training des ADAC in Paderborn. Das war dann das erste mal das ich ernsthaft Reichweitenangst hatte – die sich aber als unbegründet herausgestellt hat.

Ich hatte durchaus Bedenken dass der Verbrauch bei einem solchen Training exorbitant hoch werden könnte, und da wir auch eine gewisse Anreise hatten stand uns auch kein voller Akku zur Verfügung. Aber im Zeifelsfall hätten wir bei der passend neu eröffneten Fastned Station direkt gegenüber vom Trainingsgelände mittags nochmal laden können.

Das Training selbst war spannend, ich kann nur jedem Autofahrer raten sowas selbst mal mitzumachen. Im Gegensatz zu dem Training welches ich vor über 15 Jahren mal mitgemacht habe wurde hier auch mit den eigenen Autos gefahren. Auch wenn es einem in der Seele weh tut das Auto so zu quälen macht es doch absolut Sinn: so lernt man das eigene Fahrzeug kennen und erfährt wie es sich im Grenzbereich verhält. Über die Details des Trainings will ich gar nicht so viel schreiben, es war auf jeden Fall sehr lehrreich.

Was mir ganz besonders aufgefallen ist: auch wenn sich der Ioniq, wie schon in anderen Postings hier beschrieben, durch die Positionierung des Akkus oft anfühlt wie ein überladener Kombi, so hat er sich gestern beim Training super geschlagen. Bei allen Brems- und Stabilitätstests war er im großen und ganzen auf Augenhöhe mit dem e-Golf. Besonders bei den Kreisfahrten oder auch bei Vollbremsungen auf unterschiedlich griffigem Untergrund hätte ich das nicht erwartet. Der einzige gravierende Nachteil des Ioniqs war der absolut nicht vorhandene Seitenhalt. In der Kreisbahn hatte ich mehr damit zu tun nicht hin und her zu rutschen bzw. gefühlt bald auf dem Beifahrersitz zu landen, als das ich mich voll auf Tempo und Lenkwinkel hätte konzentrieren können.

Unser Fazit: man kann es jedem der Auto fährt nur empfehlen an einem solchen Training teilzunehmen. Und keine Angst – niemand kann sich da blamieren. Bei der ersten Vollbremsung versagt im Grunde jeder der sowas noch nie gemacht hat. Wer Grenzsituationen im Training schon mal erlebt hat kommt damit im Ernstfall sicher auch besser klar. Und auch die anschauliche Demonstration von Anhaltewegen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten war sehr eindrücklich.

Auch das Thema Elektroauto war kein Problem. Alle Übungen konnten wir ohne Einschränkungen mitmachen, ausser vielleicht „von der Kupplung gehen“. Fragt euren Trainer im Zweifelsfall einfach nach Anweisungen für Automatik-Autos, das passt dann schon.

Zum Stromverbrauch: Neuer Rekord für den Ioniq, 19.6kWh/100km standen am Ende des Trainings auf der Uhr. Da die gefahrene Strecke dennoch sehr gering war (obwohl wir den ganzen Tag im Auto waren) hätten wir auch für unseren 40km Rückweg noch mehr als genug Reserve gehabt. Trotzdem haben wir nach dem Training kurz geladen um die neue Fastned Station auszuprobieren. Aber dazu gibt es ein andern mal noch einen kurzen Bericht und Fotos…

2 Gedanken zu „Fahrsicherheitstraining mit Elektroauto

  1. Johannes Antworten

    Dann brauchen wir es ja mit der ZOE Q210 nicht zu probieren. Obwohl, wenn der Lader wieder in Ordnung ist, dann können wir ja bei Fastned 43kW AC laden.

    • Daniel Autor des BeitragsAntworten

      …oder einfach nen leckeren Burger im Roadhouse essen und dabei die feine Dame am Tesla Destination Charger laden lassen 🙂

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