Aktivkohlefilter im Ioniq

oder: Feinschliff Teil 2

Das erste was ich am Ioniq verändert habe waren, wie schon an der ein oder anderen Stelle hier im Blog erwähnt, die grottigen Fernlicht-Lampen. Mit den OSRAM Night Breaker Unlimited wurde das Fernlicht besser, aber immer noch nicht wirklich gut.

Heute soll es uns aber um eine andere Baustelle gehen: den Innenluft-Filter. Aufgeschreckt durch diesen Artikel von Christoph M. Schwarzer habe ich mal geschaut was in unseren Autos für Luftfilter ab Werk verbaut sind. Gerade das die Schadstoffbelastung auf der Autobahn so hoch ist hätte ich nicht erwartet, eher das im innerstädtischen Bereich mehr in der Luft ist.

Beim e-Golf hat sich das ganze schnell geklärt, VW verbaut serienmäßig einen Aktivkohlefilter. Im Ioniq steckt leider nur ein normaler Filter – hier war also ein Austausch angesagt. Stand heute (August 2018) scheint es nur einen Anbieter zu geben der einen passenden Filter im Programm hat: MANN Filter CUK 24 004. Das „K“ ist wichtig, der kennzeichnet die Aktivkohle-Variante. Ohne das K bekommt man einen normalen Luftfilter, also aufgepasst bei der Bestellung.

Der Austausch ist in wenigen Minuten erledigt, hier eine kleine Anleitung:

Als erstes das Handschuhfach ausräumen, und die im Foto blau markierten Stopfen entfernen. Einfach nach vorne drehen – also links gegen und rechts im Uhrzeigersinn.

Die Stopfen können dann einfach rausgenommen werden, und das Handschuhfach kippt weit nach unten. Wenn man etwas größere Hände hat kann rechts noch die Führungsschiene ausgehakt werden, so kann man noch ein paar Zentimeter gewinnen.

Oberhalb des Handschuhfachs kann man jetzt die Abdeckung des Luftfilters sehen. Hier einfach links und rechts die Clipse zusammendrücken und die Abdeckung kann entfernt werden.

Jetzt hat man den Luftfilter vor sich, und kann ihn rausnehmen. Da liegt auch nach ein paar tausend Kilometer einiges an Schiss drin, also vorsichtig hantieren.

Der originale Luftfilter ist recht hell, was darauf hindeutet das es wirklich nur ein „normaler“ Filter ist.

Im Vergleich mal der neue Aktivkohlefilter. Der Unterschied kommt hier auf den Fotos weniger gut rüber als in der Realität. Ich kann nicht sagen ob der alte Filter schon so verdreckt ist, die dunkle Schicht ist aber nur auf dem Filter, nicht wie beim neuen Filter wirklich im Material. Wichtig beim Einsetzen: achtet auf die Richtung des Luftzugs, die ist auf beiden Filtern angegeben!

Den Filter jetzt in der richtigen Richtung einsetzen, und danach kann alles wieder zurückgebaut werden. Die Abdeckung wieder aufstecken, ggf. die Führungsschiene des Handschuhfachs wieder einklinken, und dann die beiden Stopfen wieder links und rechts ins Handschuhfach reindrehen.

Bessere Innenraumluft mit weniger Schadstoffen zu bekommen ist also kein Hexenwerk, und schnell erledigt.

Viel Erfolg beim Nachmachen!

Kleiner Nachtrag: das Handschuhfach im Ioniq ist auch ein Beispiel an dem man den Qualitätsunterschied zwischen Hyundai und VW sehen kann. Beim Ioniq ist es eher wabbeliges Plastik, unverkleidet, recht dünn. Das fällt einem aber erst auf wenn man es mal so in der Hand hat, nicht im normalen Betrieb. Beim Golf hingegen ist es deutlich massiver und verwindungssteifer, und mit einem Bezugsstoff ausgekleidet.

4 Gedanken zu „Aktivkohlefilter im Ioniq

  1. Markus Stipp Antworten

    Hallo Daniel,

    danke für den guten Tipp. Den Filter werde ich bei mir auch sofort austauschen. Ist ja wirklich erstaunlich, dass die Belastung auf der Autobahn so erheblich höher ist, als in der Stadt. Hätte ich nicht gedacht.

    Nochmal zu dem Fernlicht. Die OSRAM Night Breaker sind jetzt ja wohl auch nicht wirklich optimal, aber würdest Du sagen, dass der Austausch sich wirklich lohnt? Wenn ich mich an den letzten Winter so zurück erinnere bin ich meist eh mit Abblendlicht gefahren, was ich beim Ioniq eigentlich ziemlich gut finde. Dagegen bringt das Fernlicht nicht mehr so wirklich was.

    Ich habe bei meinem Ioniq jetzt die Kennzeichenbeleuchtung gegen LEDs ausgetauscht. Rein optisch ist das auch nicht so optimal, da das Kennzeichen jetzt nicht mehr so gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Was aber ein echter Gewinn ist, und was mich im letzten Winter, gerade bei Regenwetter, extrem gestört hatte: Der Boden hinter dem Auto wird beim Rückwärts fahren erheblich besser ausgeleuchtet und man kann in dem Kamerabild jetzt erheblich mehr erkennen. Bei Trockenheit war das Ergebnis schonmal super. Ich bin gespannt darauf, wie es bei Regenwetter wird.

    Gruß,
    Markus

    • Daniel Autor des BeitragsAntworten

      Gern geschehen 🙂 Der Austausch ist schnell gemacht, und eigentlich ein No-Brainer.

      Beim Fernlicht: die Lichtfarbe ist deutlich angenehmer, was bei mir der Hauptgrund war, und die Ausleuchtung ist etwas besser. Ein riesiger Schritt nach vorn ist es nicht, der Golf ist da um Lichtjahre voraus beim Fernlicht. Beim Abblendlicht gebe ich dir recht, das ist beim Ioniq schon top, und meistens ausreichend.

      Welches Leuchtmittel hast du bei der Kennzeichenbeleuchtung verwendet?

  2. Christian Antworten

    Hallo Daniel,

    im e-Golf ist folgendes verbaut: 5Q0 819 669 –> Aktivkohlefilter mit Allergenfilter. Es gibt Standardfilter, Aktivkohlefilter und Aktivkohlefilter mit Allergenfilter.

    Gruß

    Christian

  3. Andreas Antworten

    Ich hab bei meinem IONIQ den CUK 24 013 verbaut. Der ist eine Nuance größer, und ich habe irgendwo mal gelesen, dass der dadurch etwas besser gegen den Filter umströmende „Fehl-Luft“ abdichtet und somit weniger Gestank durchlässt. Mal sehn, habe ja keinen Vergleich… 😉
    Passt auf jeden Fall in die Führung/das Gehäuse.

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